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Inhaltsverzeichnis

Haardichte und Haarstärke: So erkennen Sie den Unterschied

Haardichte und Haarstärke werden häufig gleichgesetzt, beschreiben jedoch zwei unterschiedliche Eigenschaften. Die Haardichte gibt an, wie viele Haare auf einer bestimmten Fläche der Kopfhaut wachsen. Die Haarstärke bezeichnet dagegen den Durchmesser eines einzelnen Haarschafts.

Daher kann eine Person viele feine Haare, vergleichsweise wenige kräftige Haare oder eine beliebige Kombination daraus haben. Für die Wahl geeigneter Pflegeprodukte oder Behandlungen ist diese Unterscheidung wichtig.

Volumenprodukte können feines Haar voller erscheinen lassen, bilden aber keine neuen Haarfollikel. Medizinische Behandlungen können die Haardichte bei bestimmten Formen des Haarausfalls verbessern. Sie können jedoch nicht jedes genetisch bedingt feine Haar dauerhaft in ein kräftiges Haar verwandeln.

Haardichte und Haarstärke: der entscheidende Unterschied

Jedes sichtbare Haar ist eine Keratinfaser, die von einem Haarfollikel gebildet wird. Die Haardichte beschreibt die Anzahl der Haare auf einer definierten Fläche der Kopfhaut und kann in Haaren pro Quadratzentimeter angegeben werden. Die Haarstärke entspricht dem Durchmesser einer einzelnen Faser und wird üblicherweise in Mikrometern gemessen.

Beide Eigenschaften bestimmen gemeinsam, wie voll das Haar erscheint. Eine hohe Zahl feiner Haare kann wenig Volumen haben, während kräftige Haare auch bei einer geringeren Anzahl eine gute Abdeckung bieten können.

Darüber hinaus beeinflussen Lockenstruktur, Haarfarbe, der Kontrast zur Kopfhaut, Frisur und Faserschäden den optischen Eindruck.

Bei der androgenetischen Alopezie verkleinern sich betroffene Haarfollikel zunehmend und produzieren feinere sowie kürzere Haare. Dadurch können sowohl die sichtbare Haardichte als auch der durchschnittliche Haardurchmesser abnehmen. Eine systematische Übersichtsarbeit zur Trichoskopie aus dem Jahr 2024 identifizierte Unterschiede im Haardurchmesser als eines der am häufigsten beschriebenen Merkmale der androgenetischen Alopezie.

Merkmal

Haardichte

Haarstärke

Bedeutung

Anzahl der Haare auf einer bestimmten Kopfhautfläche

Durchmesser eines einzelnen Haars

Übliche Beschreibung

Dicht, mitteldicht oder schütter

Fein, mittelstark oder kräftig

Mögliche Gründe für eine Abnahme

Androgenetische Alopezie, verstärkter Haarausfall, Alopecia areata, vernarbende Alopezie oder Zugbelastung

Genetik, Miniaturisierung der Follikel, Alterung und Schädigung der Haarfaser

Mögliche kosmetische Wirkung

Sichtbare Kopfhaut kaschieren oder vorübergehend mehr Volumen erzeugen

Fasern umhüllen und pflegen, sodass sie sich voller anfühlen

Grenzen kosmetischer Produkte

Sie bilden keine neuen Follikel und behandeln keine Alopezie

Sie verändern die genetisch bestimmte Follikelgröße nicht dauerhaft

So beurteilen Sie Ihren Haartyp

Ein einfacher Vergleich zu Hause

Betrachten Sie Ihr sauberes, trockenes Haar bei möglichst gleichbleibender Beleuchtung. Ein breiter werdender Scheitel, eine stärker sichtbare Kopfhaut oder ein dünner wirkender Pferdeschwanz können auf eine abnehmende Haardichte hinweisen, vor allem wenn sich diese Merkmale im Vergleich zu früher verändert haben.

Für eine Verlaufskontrolle sind Fotos im Abstand von vier bis acht Wochen hilfreicher als tägliche Kontrollen im Spiegel. Verwenden Sie dabei möglichst dieselbe Beleuchtung, Entfernung, Frisur und Kameraposition.

Um die Haarstärke grob einzuschätzen, können Sie ein sauberes Haar vorsichtig zwischen zwei Fingern rollen. Ist es kaum zu spüren, handelt es sich wahrscheinlich um feines Haar. Lässt es sich deutlich fühlen, kann es mittelstark oder kräftig sein.

Dieser Test liefert lediglich eine grobe Orientierung. Weder damit noch anhand der beim Waschen ausgefallenen Haare lässt sich eine Form des Haarausfalls diagnostizieren.

Was eine dermatologische Untersuchung leisten kann

Eine Dermatologin oder ein Dermatologe kann das Verteilungsmuster, den Zustand der Kopfhaut und die Unterschiede zwischen normalen Terminalhaaren und miniaturisierten Haaren beurteilen.

Bei der Trichoskopie wird die Kopfhaut vergrößert betrachtet. Dabei lassen sich unter anderem folgende Merkmale untersuchen:

– unterschiedliche Haardurchmesser;

– abgebrochene Haare;

– Entzündungen oder Schuppenbildung;
– Veränderungen der Follikelöffnungen;
– Hinweise auf bestimmte Formen der Alopezie.
Ein Phototrichogramm kann anhand standardisierter Aufnahmen die Haardichte, den Durchmesser und bestimmte Merkmale des Haarzyklus messen. Diese Verfahren sind besonders hilfreich, wenn Veränderungen nur schwach ausgeprägt sind oder über einen längeren Zeitraum beobachtet werden sollen.
Je nach Krankengeschichte können Untersuchungen auf Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, kürzlich aufgetretene Krankheiten, Arzneimittelwirkungen, hormonelle Veränderungen oder eine einseitige Ernährung sinnvoll sein. Laboruntersuchungen sollten sich nach der Anamnese und dem Untersuchungsbefund richten und nicht als pauschales „Haarlabor“ durchgeführt werden.

Plötzlicher, kreisrunder, anhaltender oder nicht erklärbarer Haarausfall sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch bei Schmerzen, starker Rötung, ausgeprägter Schuppenbildung, Pusteln, Verlust der Augenbrauen oder glatten, glänzenden Bereichen ohne sichtbare Follikelöffnungen.

Was lässt sich bei geringer Haardichte tun?

Eine geringe Haardichte ist eine Beschreibung und keine Diagnose. Die geeignete Behandlung hängt davon ab, ob beispielsweise eine androgenetische Alopezie, ein telogenes Effluvium, eine Alopecia areata, eine Traktionsalopezie oder eine vernarbende Erkrankung vorliegt.

Androgenetische Alopezie

Topisches Minoxidil ist eine etablierte Möglichkeit bei männlicher und weiblicher androgenetischer Alopezie. Es kann das Haarwachstum fördern und zum Erhalt der Haare beitragen, besonders wenn die Anwendung früh beginnt. Es wirkt jedoch nicht bei allen Menschen und stellt auf einer vollständig kahlen Kopfhaut üblicherweise keine vollständige Abdeckung wieder her.

Um eine erzielte Verbesserung zu erhalten, ist in der Regel eine dauerhafte Anwendung erforderlich. Formulierung, Konzentration, Anwendungshinweise und Vorsichtsmaßnahmen unterscheiden sich je nach Präparat und Person. Beachten Sie die jeweilige Packungsbeilage und lassen Sie sich bei Unsicherheiten ärztlich oder in der Apotheke beraten.

Finasterid kann Männern mit androgenetischer Alopezie nach ärztlicher Abklärung verschrieben werden. Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kommen möglicherweise weitere orale Medikamente infrage. Anwendungsgebiete, mögliche Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen bei einer Schwangerschaft unterscheiden sich erheblich.

Niedrig dosiertes orales Minoxidil wird teilweise außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete gegen Haarausfall eingesetzt. Wegen möglicher systemischer Nebenwirkungen ist eine ärztliche Überwachung erforderlich.

Auch eine niedrig dosierte Lichttherapie, plättchenreiches Plasma, Microneedling und eine Haartransplantation können Bestandteil eines individuellen Behandlungsplans sein. Evidenz, Protokolle und mögliche Ergebnisse sind jedoch unterschiedlich.

Metaanalysen deuten darauf hin, dass Microneedling in Kombination mit Minoxidil die Haardichte und den Haardurchmesser möglicherweise stärker verbessern kann als Minoxidil allein. Die verwendeten Geräte, Einstellungen und die Qualität der Studien sind allerdings uneinheitlich. Die Anwendung eines Dermarollers zu Hause ist nicht automatisch mit einer kontrollierten medizinischen Behandlung gleichzusetzen.

Diffuser Haarausfall und andere Ursachen

Ein telogenes Effluvium kann nach einer Erkrankung, Operation, starken körperlichen oder emotionalen Belastung, hormonellen Veränderung oder restriktiven Ernährung zu diffusem Haarausfall führen. Vorrangig sollte der Auslöser erkannt und, soweit möglich, behoben werden. Die Erholung erfolgt anschließend schrittweise entsprechend dem natürlichen Haarzyklus.

Nahrungsergänzungsmittel können bei einem klinisch bestätigten Mangel sinnvoll sein. Sie erhöhen die Haardichte jedoch nicht grundsätzlich, und eine übermäßige Einnahme einzelner Nährstoffe kann gesundheitsschädlich sein.

Biotinpräparate sollten insbesondere bei Menschen ohne Biotinmangel nicht als allgemeine Lösung für besseres Haarwachstum dargestellt werden.

Bei einer Traktionsalopezie muss die anhaltende Zugbelastung durch straffe Zöpfe, Extensions, eng gebundene Frisuren oder ähnliche Belastungen verringert werden. Alopecia areata und vernarbende Alopezien erfordern eine medizinische Diagnose und eine krankheitsspezifische Behandlung. Ein Volumenshampoo kann diese Versorgung nicht ersetzen.

Ziel oder Befund

Möglicher Ansatz

Evidenz und Grenzen

Beginnende androgenetische Haarverdünnung

Topisches Minoxidil nach Prüfung der Eignung

Etablierte Option, aber das Ansprechen ist unterschiedlich und die Erhaltung erfordert meist eine fortgesetzte Anwendung

Männliche androgenetische Alopezie

Ärztlich verordnete Medikamente wie Finasterid

Kann bei geeigneten Männern wirksam sein, erfordert aber eine Prüfung von Risiken und Gegenanzeigen

Mangelbedingter Haarausfall

Bestätigten Mangel und dessen Ursache behandeln

Bei tatsächlich vorhandenem Mangel sinnvoll, erhöht die Haardichte aber nicht wahllos

Feine, spröde oder geschädigte Fasern

Conditioner, weniger Hitze, schonende Pflege und Volumenprodukte

Kann Haptik, Haarbruch und Erscheinungsbild verbessern, nicht jedoch die Anzahl der Follikel

Fortgeschrittener, stabiler Haarverlust

Haartransplantation nach fachärztlicher Beurteilung

Verteilt vorhandene Follikel neu; die Entnahmereserven und erreichbare Abdeckung sind begrenzt

Die richtige Pflege für feines Haar

Von Natur aus feines Haar ist keine Erkrankung. Das praktische Ziel besteht darin, die Haarfasern möglichst intakt zu halten und Volumen zu schaffen, ohne das Haar zu beschweren.

Tragen Sie ein geeignetes Shampoo vorwiegend auf der Kopfhaut auf. Ein leichter Conditioner gehört hauptsächlich in die Längen und Spitzen. Die Pflege reduziert Reibung, erleichtert das Entwirren und kann Haarbruch begrenzen.

Vermeiden oder reduzieren Sie hohe Temperaturen, aggressive Blondierungen, sehr straffe Frisuren und starkes Reiben mit dem Handtuch. Ein grobzinkiger Kamm und ein geeigneter Hitzeschutz können mechanische sowie thermische Schäden verringern.

Volumenschaum, Ansatzsprays und bestimmte Polymere umhüllen die vorhandenen Fasern oder vergrößern vorübergehend deren Abstand zueinander. Das Haar kann dadurch bis zur nächsten Wäsche voller wirken. Ein geeigneter Haarschnitt und Techniken zum Anheben des Ansatzes können diesen Effekt verstärken.

Hydrolysierte Proteine und Pflegestoffe können das Gefühl geschädigter Haare zeitweise verbessern. Sie bauen den nicht lebenden Haarschaft jedoch nicht dauerhaft wieder auf.

Behauptungen, ein auswaschbares Produkt könne „schlafende Haarwurzeln aktivieren“, sollten kritisch betrachtet werden, sofern keine aussagekräftigen Studien mit der vollständigen Formulierung vorliegen.

Volumenprodukte und Mittel gegen Haarausfall sind nicht gleichzusetzen

Begriffe wie „verdichtend“ oder „verdickend“ können zwei grundlegend verschiedene Ergebnisse beschreiben. Ein kosmetisches Volumenprodukt wirkt auf die vorhandenen Fasern und kann sofort einen sichtbaren Effekt erzeugen. Ein Arzneimittel für eine diagnostizierte Form des Haarausfalls wirkt auf der Kopfhaut oder am Follikel und benötigt bei erfolgreicher Anwendung üblicherweise mehrere Monate.

Kosmetische Produkte können dennoch sinnvoll sein. Sie entfernen Ablagerungen, pflegen spröde Fasern, verringern Haarbruch und verbessern das Erscheinungsbild. Mehr Stylingvolumen ist jedoch kein Beleg für eine gestiegene Haardichte.

Aussagekräftige Studien verwenden objektive Messgrößen wie Haarzählungen oder Messungen des Faserdurchmessers, geeignete Kontrollgruppen und die vollständige Produktformulierung. Erkenntnisse über einen einzelnen Inhaltsstoff lassen sich nicht automatisch auf jedes Produkt übertragen, das diesen Stoff enthält.

Welche Rolle kann MD Plus Bio Hair Repair Shampoo spielen?

MD Plus Bio Hair Repair Shampoo ist ein kosmetisches Shampoo mit 150 ml Inhalt zur Reinigung der Kopfhaut und Pflege von schwachem, brüchigem oder dünner aussehendem Haar. Auf der offiziellen Produktseite werden Panthenol, Biotin, Beta-Glucan, Aloe vera, hydrolysiertes Keratin und Kollagen, Capixyl, Pirocton-Olamin, Centella asiatica, Aminosäuren und Pflanzenextrakte genannt. Das Produkt hat eine ergänzende Funktion: Pflegestoffe können Haarbruch begrenzen und den Fasern vorübergehend mehr Körper verleihen. Pirocton-Olamin kann die kosmetische Kontrolle von Schuppen und Ablagerungen unterstützen. Das Shampoo ist jedoch nicht mit Minoxidil, Finasterid oder einer medizinischen Behandlung der Alopezie gleichzusetzen und bildet keine neuen Follikel. Laut Herstellerangaben wird es in das nasse Haar einmassiert und ausgespült. Bei der zweiten Anwendung soll es mindestens fünf Minuten einwirken. Es ist nur zur äußerlichen Anwendung vorgesehen, nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet und bei Reizungen abzusetzen.

Sicherheit und Gründe für ärztlichen Rat

Testen Sie neue kosmetische Produkte nach Möglichkeit zunächst an einer kleinen Hautstelle. Beenden Sie die Anwendung, wenn anhaltendes Brennen, Rötungen, Schwellungen oder ein Hautausschlag auftreten.

Verwenden Sie einen Dermaroller nicht auf infizierter, entzündeter, sonnenverbrannter oder anderweitig verletzter Kopfhaut. Teilen Sie das Gerät nicht mit anderen Personen. Eine falsche Technik oder unzureichende Hygiene kann zu Reizungen, Blutungen, Infektionen und unerwünschten Pigmentveränderungen führen.

Nach einer Haartransplantation sollten Sie die zeitlichen Vorgaben des behandelnden Teams beachten, bevor Sie Wirkstoffprodukte auftragen, den Empfängerbereich reiben oder Microneedling anwenden. Frisch behandelte Kopfhaut darf nicht wie unverletzte Haut gepflegt werden.

Schwangere und stillende Personen, Kinder sowie Menschen, die verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, sollten sich vor der Anwendung medikamentöser Haarwuchsmittel oder unzureichend untersuchter Wirkstoffe beraten lassen.

Topisches Minoxidil kann Hautreizungen und unerwünschten Haarwuchs im Gesicht verursachen. Brustschmerzen, Ohnmacht, Herzrasen oder Schwellungen müssen dringend medizinisch abgeklärt werden.

Die Grenze ist klar: Produkte, die Reinigung, Kämmbarkeit, Haargefühl oder vorübergehendes Volumen verbessern, gehören zur kosmetischen Pflege. Erkrankungen, die die Aktivität der Follikel verändern oder Follikel zerstören, erfordern eine medizinische Untersuchung und gegebenenfalls eine evidenzbasierte Behandlung.

Fazit

Die Haardichte beschreibt, wie viele Haare auf einer bestimmten Fläche wachsen. Die Haarstärke bezeichnet den Durchmesser der einzelnen Fasern. Beide beeinflussen die sichtbare Abdeckung, erfordern aber unterschiedliche Strategien.

Gesundes, von Natur aus feines Haar kann von leichter Pflege, einem schonenden Umgang und kosmetischen Volumenprodukten profitieren. Eine tatsächliche Abnahme der Haardichte sollte dagegen auf ihre Ursache untersucht und bei Bedarf nach einer Diagnose medizinisch behandelt werden.

Kosmetische Produkte können die Faserqualität und das Erscheinungsbild verbessern. Optisch volleres Haar ist jedoch nicht mit der Bildung neuer Haare oder der Behandlung einer Alopezie gleichzusetzen.

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Bei anhaltendem, plötzlichem oder von Kopfhautveränderungen begleitetem Haarverlust sollten Sie dermatologischen Rat einholen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man kräftige Haare, aber eine geringe Haardichte haben?

Ja, denn Haardurchmesser und Anzahl der Haare sind voneinander unabhängige Eigenschaften. Kräftige Haare können auch bei geringerer Anzahl eine gute Abdeckung bieten, während viele feine Haare trotzdem wenig Volumen haben können. Eine neu aufgetretene Abnahme der Haardichte ist wichtiger als eine seit jeher bestehende feine oder kräftige Haarstruktur.

Feines Haar hat einen geringen Durchmesser und besteht häufig bereits seit der Kindheit. Dünner werdendes Haar bedeutet, dass Abdeckung, Haaranzahl oder durchschnittlicher Durchmesser gegenüber dem früheren Zustand abgenommen haben. Standardisierte Fotos können Veränderungen zeigen, doch eine dermatologische Untersuchung und Trichoskopie sind zuverlässiger.

Nein, ein gewöhnliches kosmetisches Shampoo bildet keine neuen Follikel und behandelt eine androgenetische Alopezie nicht zuverlässig. Es kann die Kopfhaut reinigen, Ablagerungen entfernen, die Fasern pflegen und vorübergehend mehr Volumen erzeugen. Als Teil einer schonenden Routine kann es außerdem Haarbruch begrenzen.

Das hängt von der Ursache und der gewählten Maßnahme ab. Kosmetisches Volumen kann bereits nach einer Anwendung sichtbar sein, während biologische Veränderungen dem langsamen Haarzyklus folgen. Bei einer geeigneten Behandlung wie topischem Minoxidil können erste Veränderungen mehrere Monate benötigen, und das Ansprechen ist individuell verschieden.

Nein, denn Schneiden verändert nur das Ende der Haarfaser und nicht den Follikel unter der Haut. Eine stumpf abgeschnittene Spitze kann sich fester anfühlen oder dunkler wirken. Rasieren erhöht jedoch weder den Haardurchmesser noch die Anzahl der Haarfollikel.

Externe Quellen

  1. Kuczara A et al. “Trichoscopy of Androgenetic Alopecia: A Systematic Review.” Journal of Clinical Medicine, 2024. Full text on PubMed Central
  2. Ishino A et al. “Contribution of hair density and hair diameter to the appearance and progression of androgenetic alopecia in Japanese men.” British Journal of Dermatology, 2014. PubMed record
  3. Mai W et al. “Characteristic findings by phototrichogram in southern Chinese women with female pattern hair loss.” Skin Research and Technology, 2019. PubMed record
  4. Rosenthal A et al. “Management of androgenic alopecia: a systematic review of the literature.” Journal of Cosmetic and Laser Therapy, 2024. PubMed record
  5. American Academy of Dermatology Association. Hair loss: diagnosis and treatment

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Eignung und Ergebnisse können individuell unterschiedlich sein. Beachten Sie stets die Anwendungshinweise und wenden Sie sich bei Bedarf an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.