Haarausfall wird oft mit Männern in Verbindung gebracht – dabei leiden Millionen von Frauen im Laufe ihres Lebens unter dünner werdendem Haar oder verstärktem Haarausfall. Ob ausgelöst durch hormonelle Veränderungen, chronischen Stress, Nährstoffmängel oder zugrunde liegende Erkrankungen: Weiblicher Haarausfall beeinflusst nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern häufig auch das emotionale Wohlbefinden und das Selbstvertrauen.
Die gute Nachricht: Die meisten Formen von Haarausfall bei Frauen sind behandelbar oder gut kontrollierbar, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt werden. Wer die Ursachen versteht, erste Warnzeichen ernst nimmt und eine passende Behandlungsstrategie wählt, kann die Haargesundheit aktiv beeinflussen.

Weiblicher erblich bedingter Haarausfall (FPHL) verstehen
Die häufigste Form von Haarausfall bei Frauen ist der weibliche erblich bedingte Haarausfall (Female Pattern Hair Loss, FPHL), auch als androgenetische Alopezie bekannt. Im Gegensatz zur männlichen Glatzenbildung zeigt sich bei Frauen meist ein diffuses Ausdünnen statt klar abgegrenzter Geheimratsecken oder kahler Stellen.
Was passiert bei FPHL?
- Miniaturisierung der Haarfollikel: Die Follikel schrumpfen allmählich und produzieren feinere, schwächere Haare.
- Verkürzter Haarzyklus: Die Wachstumsphase (Anagenphase) wird kürzer.
- Langsamer Verlauf: Die Haardichte nimmt schleichend ab, häufig sichtbar am Scheitel oder Oberkopf.
Wie häufig ist FPHL?
- Bis zu 40 % der Frauen zeigen bis zum 50. Lebensjahr sichtbare Haarausdünnung.
- Die Häufigkeit steigt nach den Wechseljahren, kann jedoch deutlich früher beginnen.
Wichtig: FPHL ist fortschreitend, aber gut behandelbar. Eine frühe Diagnose verbessert die Therapieergebnisse erheblich.
Hormonelle Ursachen: PCOS, Menopause & Schilddrüsenerkrankungen
Hormone spielen eine zentrale Rolle für das Haarwachstum. Schon kleine Ungleichgewichte können die Haarfollikel beeinträchtigen.
PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom)
- Erhöhte Androgenspiegel fördern die Umwandlung zu DHT.
- DHT führt zur Miniaturisierung der Follikel, besonders am Oberkopf.
- Häufig begleitet von fettiger Kopfhaut, Akne oder vermehrter Körperbehaarung.
Menopause
- Sinkende Östrogen- und Progesteronwerte verkürzen den Haarwachstumszyklus.
- Androgene Effekte treten stärker in den Vordergrund.
- Das Haar wird dünner, trockener und brüchiger.
Schilddrüsenerkrankungen
- Sowohl Unter- als auch Überfunktion stören den Haarzyklus.
- Meist diffuses Haarausfallen statt lokaler Ausdünnung.
- Das Haar wirkt oft stumpf, grob oder spröde.
Fazit: Die Behandlung der zugrunde liegenden hormonellen Ursache ist entscheidend für eine nachhaltige Haarregeneration.
Stress- und lebensstilbedingter Haarausfall
Nicht jeder Haarausfall ist genetisch oder hormonell bedingt. Stress und Lebensstilfaktoren haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Haarfollikel.
Stressbedingter Haarausfall
- Telogenes Effluvium: Stress versetzt Follikel in die Ruhephase, Haarausfall folgt oft 2–3 Monate später.
- Erhöhte Cortisolwerte stören den Haarzyklus.
- Häufig nach Krankheit, Operationen, emotionalen Belastungen oder großen Veränderungen.
Ernährung
- Mängel an Eisen, Vitamin D, Zink und Protein stehen in engem Zusammenhang mit Haarausdünnung.
- Radikale Diäten beschleunigen den Haarausfall, da Haarwachstum nachrangig wird.
Schlaf & Gewohnheiten
- Schlafmangel reduziert die Regeneration der Follikel.
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum verschlechtern die Durchblutung der Kopfhaut.
- Bewegungsmangel mindert die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln.
Fazit: Stressbedingter Haarausfall ist oft reversibel, sobald Auslöser gezielt korrigiert werden.

Frühe Warnzeichen für Haarausfall bei Frauen
Eine frühe Erkennung erhöht die Erfolgschancen deutlich.
Typische Anzeichen
- Breiter werdender Scheitel
- Dünnerer Zopf
- Mehr als 50–100 ausgefallene Haare pro Tag
- Feinere, schwächere Haarstruktur
- Zunehmende Sichtbarkeit der Kopfhaut am Oberkopf oder Haaransatz
Professioneller Hinweis: Hält starker Haarausfall länger als 6–8 Wochen an, sollte eine dermatologische Abklärung erfolgen.
Behandlungsmöglichkeiten für Frauen
Der beste Ansatz ist meist individuell und kombiniert.
Medizinische Therapien
- Minoxidil: FDA-zugelassene topische Therapie zur Verlängerung der Wachstumsphase.
- Orale Medikamente: Spironolacton oder Finasterid in ausgewählten Fällen unter ärztlicher Aufsicht.
Klinische Topicals & Nahrungsergänzung
- Wirkstoffe wie Redensyl, Capixyl und Saw Palmetto unterstützen die Follikelaktivität und DHT-Regulation.
MD Plus Bio Lösungen
- Repair Serum: Fördert Follikelaktivierung und Kopfhautgesundheit.
- Hair Multivitamin Tablet: Biotin, Zink, Eisen und Saw Palmetto zur inneren Unterstützung.
- I Care My Hair Paket: 6-Monats-Routine mit Shampoo, Serum, Supplementen, Meso-Serum & Dermaroller.
- I Care My Hair Transplantation Paket: Für Schutz und Regeneration nach einer Haartransplantation.
In-Clinic Behandlungen
- PRP (Plättchenreiches Plasma)
- Mesotherapie
- Haartransplantation (bei stabilen, fortgeschrittenen Fällen)
Ursachen & empfohlene Behandlungsansätze (Übersicht)
|
Ursache |
Typisches Muster |
Wirksamste Behandlungen |
|
Weiblicher erblich bedingter Haarausfall |
Diffuse Ausdünnung, breiter Scheitel |
Minoxidil, DHT-blockierende Topicals, Supplements |
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PCOS |
Oberkopfausdünnung, fettige Kopfhaut |
Hormonregulation, Saw Palmetto, Antiandrogene |
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Menopause |
Allgemeine Ausdünnung, Trockenheit |
Minoxidil, Nährstoffsupport, Kopfhauttherapien |
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Schilddrüsenerkrankungen |
Diffuser Haarausfall |
Schilddrüseneinstellung + Begleittherapie |
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Stress (Telogenes Effluvium) |
Plötzlicher Haarausfall |
Stressabbau, Ernährung, Zeit |
|
Nährstoffmangel |
Allgemeine Ausdünnung |
Ausgleich von Eisen, Vitamin D, Zink |
Prävention & langfristige Haargesundheit
Nicht jede Form von Haarausfall ist vermeidbar – doch vieles lässt sich positiv beeinflussen:
- Ausgewogene Ernährung mit Eisen, Zink, Protein und Vitamin D
- Regelmäßiges Stressmanagement
- Sanfte Kopfhautpflege und sulfatfreie Shampoos
- Hormon- und Gesundheitschecks
- Einsatz klinisch geprüfter Pflegeprodukte
Häufige Fragen
Ist Haarausfall bei Frauen häufig?
Ja. Bis zu 40 % der Frauen sind bis zum 50. Lebensjahr betroffen.
Kann Haarausfall bei Frauen rückgängig gemacht werden?
Viele Formen lassen sich stabilisieren oder verbessern – besonders bei früher Behandlung.
Was ist die häufigste Ursache?
Der weibliche erblich bedingte Haarausfall (FPHL), gefolgt von Stress und hormonellen Veränderungen.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn der Haarausfall länger als 6–8 Wochen anhält oder sich verstärkt.
Sind Behandlungen langfristig sicher?
Viele nicht-hormonelle und topische Therapien sind bei fachlicher Begleitung gut für die Langzeitanwendung geeignet.
Bitte konsultieren Sie vor Beginn oder Kombination von Behandlungen stets eine qualifizierte medizinische Fachperson. Ergebnisse können je nach Gesundheitszustand und Art des Haarausfalls variieren.
